Montag, 04 Juni 2018 07:39

Absatz von Zigarren laut Statistischem Bundesamt leicht gestiegen

Das Statistische Bundesamt hat mit seiner heutigen Pressemeldung über den Absatz von Tabakwaren im Kalenderjahr 2018 berichtet. Für Zigarren und Zigarillos wird ein Anstieg von 6,5 Prozent und ein Volumen von 3,007 Mrd. Stück nach 2,823 Mrd. Stück im Vorjahr ausgewiesen.

Der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ), der die Interessen der mittelständisch strukturierten Hersteller, Importeure und Vertreiber von Zigarren und Zigarillos vertritt, betont, dass es sich bei diesen Zahlen nur um den Bezug von Steuerzeichen handelt, der eben nicht den langfristigen, tatsächlichen Absatz widerspiegelt. Gerade bei einem kleinen Nischenmarkt wie dem der Zigarre beeinflussen kurzfristig Entwicklungen überproportional die Statistik Die positive Entwicklung bei den Versteuerungszahlen ist u.a. auf zwei größere Neueinführungen zurückzuführen. Diese Neueinführungen haben zu einem anfänglichen starken Bezug an Steuerzeichen geführt; der BdZ geht aber in den kommenden Monaten dieses Jahres davon aus, dass sich die Bezüge von Steuerzeichen wieder auf ein normales Niveau reduzieren werden. Der Geschäftsführer des BdZ, Bodo Mehrlein, weist zudem auf die langfristige Entwicklung der Versteuerungszahlen hin: "Seit über 10 Jahren reduziert sich der Absatz von Zigarren und Zigarillos einschließlich der niedrigpreisigen Ecozigarillos durch verschiedene finanzpolitische Maßnahmen deutlich. Dazu gehören Maßnahmen wie die Einführung bzw. Erhöhung der Mindeststeuer und die Änderung der Produktdefinition. Die Absatzzahlen aus dem Jahre 2007 haben sich durch die Reduzierung der ECO-Zigarillos mehr als halbiert. Der traditionelle Markt verbleibt dagegen seit vielen Jahren in einem stabilen bzw. leicht rückläufigen Zustand."

In diesem Zusammenhang macht Herr Peter Wörmann. Vorsitzender des BdZ und selber Zigarrenhersteller in Bünde, auch noch einmal deutlich:" Zigarren und Zigarillos sind Genussartikel und werden hauptsächlich von Männern gehobenen Alters und meist nur gelegentlich geraucht - ein Jugendschutzproblem liegt bei diesen Produkten also nicht vor. Aus diesem Grunde sollte das Kulturgut Zigarre auch von weiteren strengeren Regulierungsmaßnahmen ausgenommen werden."

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